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  INTERPRETATIONSZENTRUM DES WEINES UND DES DUERO
das gebäude
ARCHITEKTONISCHE BEDEUTUNG | FOTOS
DIE ENWICKLUNG DER BAUARBEITEN | KOMMENTARE DE ARCHITEKTEN
kommentare der architekten    
     
           

Eins

Wir, die Architekten arbeiten immer mit der Intuition und unserem Gedächtnis, aber auch mit Reflexion und rationalen Überlegungen.

Die Reflexion hat seine eigene Sensibilität. Die Logik in der Kunst kann so unersetzbar werden, wie die kritische Vorstellungskraft und Intuition in der

Wissenschaft.

Der Wein spricht von der Zivilisation, von unserem Ursprung, wer wir sind, und wo wir uns heute befinden, aber er bewegt auch unsere Emotionen und lässt uns in Erinnerungen schwelgen…

Von der Poesie der Formen mit Verbindungen von Materialien und Texturen, eingeschlossen strukturelle Harmonien, die Bodega hätte leicht aus diesem Platz hervorgehen können.

In diesem Projekt wie auch immer, liegt die Antwort in der Reflexion. Das rationale Denken führt uns ein in die Welt der Träume.

Der Wein braucht ein Gebäude mit Verbindung zur Erde, hat ein Streben nach klassischer Erziehung und einem rafinierten Geschmack.

Sein Bedarf an Ruhe und Erholung, spezielle Prozesse der Weinherstellung, Verträglichkeit der Resourcen; man suggeriert uns eine solide, gehaltvolle Masse in Mitten eines Feldes ohne jegliche Verzierung wie die Villen von Paladio.

Der Stil dieser Villen, stützt sich auf die häusliche Ökonomie, das Gegenteil des humanistischen Stils, jedoch immer noch inspiriert durch das antike Rom, nicht das helinistische Rom, sondern das Rom der schlichten Strukturen, aufgebaut von Konstrukteuren und unberühbar für die Dekorateure: der nackte Stil des Altertums.

Das Kloster umarmt uns, der Fluss belehrt uns, Backus strebt mehr danach die schöne Ausicht zu geniessen, als seinen Anbau zu nutzen.

Die Texturen und Farben, stehen im Einklang mit dem Zisterzienser Orden, trotzdem gehört er zu Rom.

Villa R, Paul Klee 1919

   

La fuente, Ingres

Zwei

Vitrubio sagte, dass die Gebäude zwei Sorten von Schönheit haben, eine positive und eine willkürliche. Die positive ist die, die zwangsläufig gefällt und das Gefallen der willkürlichen, hängt immer von den Gegebenheiten ab, die sie begleitet.

Die positive Schönheit besteht aus drei prinzipielen Dingen: die relative Gleichheit die eine Seite im Verhältnis zu anderen Seiten aufzeigt, genannt Symetrie, die Qualität der Materie, und die Sauberkeit und Genauigkeit seiner Ausführung.

Die zweite Sorte Schönheit, die nur durch bestimmte Umstände gefallen findet, die sie begleiten, besteht aus zwei Dingen: die eine nennt sich Behutsamkeit und die andere Gleichmässigkeit.

Die Behutsamkeit beruht sich auf die vernünftige Nutzung der positiven Schönheit und seiner angemessenen Platzierung.

Die Gleichmässigkeit ist abhängig von der Einhaltung der Proportionsgesetze.

Drei

Bei diesen Arbeiten an Emina muss man ganz klar zwei Phasen unterscheiden, die Entstehung des Projekts und die Ausführung.

Wenn die Poesie als eine Unschlüssigkeit zwischen Musik und Sinn beschrieben wird; dann gebe es in der ersten Phase Musik, etwas Unmögliches, berufen vom Menschen.

Und dann käme der Sinn, die Konfronation mit der Realität, der Bau, die letzte Phase des Projekts.

Das Vergnügen liegt nicht nur in der ersten Phase auf der Suche nach dem Unmöglichen, sondern in der Begegnung mit dem Sinn, mit der Realität, der Ausführung.

Wenn der konstruktive Prozess ersteinmal abgeschlossen ist, wird die Materie seine eigene Wahrheit finden.

Die Sorgen die uns beunruhigten, verblasen… Das Gebäude steht auf in totaler Einsamkeit, es hat seine definitive Beschaffenheit erlangt, und wird so für immer hier stehen.

Pintura nºXXVIII, Antonio Tapies 1955

         
 
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